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„Party Project“ im bilingualen Politikunterricht

Der bilinguale Politikkurs der 8. Jahrgangsstufe hat ausprobiert, wie Parteien funktionieren und wie man möglichst erfolgreiche eine Wahlkampagne fährt.
Während „draußen“ die Kommunalwahl in Lippe stattfand und Wahlwerbung allgegenwärtig war, gründeten sich im Stadtgymnasium gleich sechs ambitionierte Neuparteien, die antraten, um ihre Ideen zu verwirklichen. Bei der Themenauswahl bewiesen die NachwuchspolitikerInnen, dass sie interessiert und gut informiert sind: Klimaziele sollen durch Einsatz innovativer Wasserstofftechnologie erreicht, Rassismus in der Gesellschaft soll aufgedeckt und verhindert werden, die Werte Gleichheit und Freiheit werden hoch geschätzt, Bildung soll endlich für alle Kinder möglich sein und vieles mehr.

Bei der Vorstellung der Parteien und der anschließenden Wahl konnte Corona-bedingt nur die Fachlehrerin Frau Schnoor mit dem Kurs die ambitionierten englischen Wahlreden der Parteien anhören. Aber da die Parteien auch ihre eigenen (englischen!) Flyer gestaltet hatten, konnte die Information des „Wahlvolks“ inkl. der eigentlichen Wahl dennoch stattfinden; die Partei „European Freedom Party“ setzte sich vor der „Party of Education“ durch.

Gewonnen haben dennoch alle SchülerInnen wertvolle Einblicke in die Arbeit von Parteien und in aktuelle Problemstellungen, die insbesondere die junge Generation besonders betreffen.

Ehemalige Schülerin des Stadtgymnasiums informiert über Praktikums- und Studienmöglichkeiten in Europa

Birke Amarell, ehemalige Schülerin des Stadtgymnasiums und passionierte Französischlernerin, wusste nach dem Abitur nur, dass sie „irgendetwas mit Französisch“ machen wollte. Inzwischen ist Birke zufriedene Studentin an der Deutsch-Französischen Hochschule in Regensburg. Um auch andere SchülerInnen an ihren Erfahrungen teilhaben zu lassen und ihnen ein paar Tipps geben zu können, besuchte Birke in ihrer Funktion als „Europeers“ einige Französisch-Oberstufenkurse und informierte die SchülerInnen sowohl über Arbeits- und Studienmöglichkeiten als auch Möglichkeiten des Jugendaustausches in Europa, insbesondere in Frankreich. So stellte Birke unter anderem den Europäischen Freiwilligendienst (EFD) vor, der speziell für die Zeit nach dem Abitur – ähnlich wie im Freiwilligen Sozialen Jahr – Arbeitsmöglichkeiten in europäischen Ländern vermittelt. Zudem berichtete Birke von ihren eigenen Erfahrungen, die sie im Rahmen von diversen Jugendbegegnungen und Praktika, zum Beispiel in Saint-Omer, der französischen Partnerstadt von Detmold, machen konnte. Für die SchülerInnen war es sehr interessant zu hören, dass man zum Beispiel über das Europa-Team der Stadt Detmold relativ kurzfristig Praktikumsplätze und Gastfamilien in Saint-Omer vermittelt bekommen kann. Sehr informativ war auch der Vortrag über die Deutsch-Französische Hochschule, ein Verbund von inzwischen über 180 Partnerhochschulen in Deutschland und Frankreich. Studenten können hier in relativ kleinen Gruppen sowohl ihre Sprachkenntnisse verbessern als auch in ganz unterschiedlichen Studiengängen (Geisteswissenschaften, Jura, aber auch Maschinenbau etc.) ein deutsch-französisches Doppeldiplom erwerben.