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Kompetenzorientiertes Schulcurriculum Religion

5. Schuljahr 1. Halbjahr

Inhaltsfeld

Christlicher Glaube als Lebensorientierung

Lebensangebote von Jesus aus Nazareth

Sachkompetenz: Wahrnehmungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • beschreiben Merkmale Jesu, die seine Zugehörigkeit zum Judentum verdeutlichen,

  • benennen Eckpunkte seiner Biografie sowie Beispiele für orientierungsgebendes Auftreten und Handeln Jesu damals und heute.

 

Sachkompetenz: Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • deuten an ausgewählten Beispielen Jesu Auftreten und Handeln als Auseinandersetzung mit seiner jüdischen Tradition,

  • leiten Ansprüche aus Jesu Auftreten für das Handeln der Menschen heute ab und stellen diese dar,

  • erklären, dass für Christen Jesus von Nazareth der von den Juden erwartete Messias ist,

  • untersuchen die Bedeutung biblischer Aussagen und Einsichten für das heutige Leben und stellen ihre Ergebnisse dar.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • vergleichen die Bedeutung Jesu in der christlichen Tradition mit seiner Bedeutung in anderen religiösen bzw. säkularen Vorstellungen und Aussagen und formulieren erste Einschätzungen dazu,

 

  • erörtern die Bedeutung von Orientierungen an Leben und Botschaft von Jesus dem Christus im Alltag,

  • erläutern beispielhaft die Aufgaben der Kirche, z.B. Diakonie oder Caritas.

 

Handlungskompetenz: Dialogkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erläutern anderen, die Möglichkeiten von Christen, sich am Handeln und Auftreten Jesu zu orientieren.

 

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erschließen in elementarer Form biblische Texte mit grundlegenden Hilfsmitteln (Inhaltsverzeichnis, Sachverzeichnisse, historische Tabellen und Karten) und ordnen diese ein.

  • identifizieren und beschreiben methodisch geleitet religiöse Inhalte in künstlerischen Darstellungen

  • finden zielgerichtet Texte in der Bibel.

 

Die kursiven Texte sind übergeordnete Kompetenzen des evangelischen KLP und die grauen Texte sind Kompetenzen des katholischen KLP.

5. Schuljahr 2. Halbjahr


Inhaltsfeld

Entwicklung einer eigenen religiösen Identität:

Gottesvorstellungen im Lebenslauf

Sachkompetenz: Wahrnehmungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • legen mit eigenen Worten subjektive Gottesvorstellungen dar,

  • beschreiben lebensgeschichtliche Veränderungen von Gottesvorstellungen und Gottesglauben und deren Anlässe bei sich und anderen,

 
  • identifizieren in eigenen Erfahrungen und Überzeugungen religiöse Bezüge und Fragen,

  • beschreiben Grunderfahrungen des Menschen als Ausgangspunkte religiösen Fragens,

  • beschreiben Situationen, in denen sich Menschen im Gebet an Gott wenden,

  • beschreiben den christlichen Gottesglauben als Glaube an die Dreifaltigkeit.

 

Sachkompetenz: Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • unterscheiden eine Grundhaltung des Glaubens an Gott als Vertrauen von sich lebensgeschichtlich verändernden Vorstellungen von Gott,

  • ordnen unterschiedliche Gottesvorstellungen menschlichen Erfahrungen zu und vergleichen sie mit biblischen Aussagen über Gott,

  • deuten die Entstehung der Kirche aus dem Glauben an Jesus Christus und dem Wirken des Heiligen Geistes.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • setzen sich in Ansätzen mit Veränderungen des Gottesbildes im Lebenslauf bei sich und anderen auseinander und formulieren erste Einschätzungen dazu,

  • entwickeln Ansätze eines eigenen Standpunktes zur Frage nach Gott.

 

Handlungskompetenz: Dialogkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • setzen sich respektvoll mit Gottesvorstellungen anderer auseinander und formulieren erste Einschätzungen dazu,

 
  • beschreiben eigene religiöse bzw. nicht-religiöse Überzeugungen und stellen diese dar.

 

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • benennen die unterschiedlichen kommunikativen Absichten, die formal verschiedenen biblischen Texten (u.a. Psalm, Bekenntnis, Erzählung, Rechtstext) zukommen,

  • identifizieren und erschließen unterschiedliche grundlegende Formen religiöser Sprache.



Inhaltsfeld

Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft :

Kirche in konfessioneller Vielfalt:

Sachkompetenz: Wahrnehmungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • beschreiben unterschiedliche christliche Konfessionen und Denominationen anhand von Gebäuden, Personen, Angeboten und ihrer religiösen Praxis,

  • identifizieren eine evangelische Ortsgemeinde als Konkretion von Kirche,

  • erklären die Bedeutung der Bibel für die Gemeinschaft der Kirche und für den einzelnen Christen.

 

Sachkompetenz: Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • vergleichen die evangelische und die katholische Kirche hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede, ihres Schrift- und Selbstverständnisses sowie ihrer Praxis,

  • deuten anhand zentraler Symbole Kirche als Glaubensgemeinschaft,

  • erklären an einfachen Beispielen die sozialisierende und kulturprägende Bedeutung religiös begründeter Lebensformen, ihrer Ausdrucksformen und institutionellen Gestaltung.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • vergleichen und bewerten eigene Erfahrungen mit Kirche mit denen anderer,

  • setzen sich mit Angeboten auseinander, in denen Kirche als Glaubensgemeinschaft erfahrbar wird, und beziehen Stellung dazu.

 

Handlungskompetenz:

Gestaltung

Die Schülerinnen und Schüler

  • verhalten sich an außerschulischen Lernorten und bei anderen unterrichtlichen Arrangements angemessen.

 

6. Schuljahr 1. Halbjahr

Inhaltsfeld

Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde:

Verantwortung für die Welt als Gottes Schöpfung

Sachkompetenz:

Wahrnehmungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • identifizieren Schöpfung als lebenschaffendes und lebensfreundliches Handeln Gottes,

  • beschreiben ökologisches Engagement als Folge und Ausdruck von Schöpfungsverantwortung.

 

Sachkompetenz:

Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erläutern an Beispielen die Gegenwartsrelevanz des biblischen Schöpfungsgedankens,

  • erläutern Beispiele der Übernahme von Verantwortung für das Leben und die (Um)Welt als Konsequenz aus dem Verständnis der Welt als Schöpfung Gottes.

  • Entfalten in elementarer Form Fragen nach Grund, Sinn und Ziel der Welt sowie der eigenen Existenz und beschreiben unterschiedliche Antwortversuche.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • setzen sich mit Alltagsverhalten auseinander und bewerten es im Kontext von Schöpfungsverantwortung,

  • legen dar, dass eigene Urteile unter Bezug auf zugrunde gelegte Maßstäbe gefällt werden.

 

Handlungskompetenz:

Gestaltungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • prüfen Aktionen und Verhaltensweisen zur Wahrnehmung gesellschaftlicher und globaler Verantwortung aus christlicher Motivation im Hinblick auf mögliche Konsequenzen für das eigene Verhalten.

 



Inhaltsfeld

Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde Zukunftsgewissheit und Gegenwartskritik: Propheten damals und heute

Sachkompetenz:

Wahrnehmungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • identifizieren prophetische Aktionen als demonstrative Zeichenhandlungen,

  • beschreiben prophetische Rede und prophetische Aktionen als Kritik an und Widerspruch gegen gesellschaftliche Unrechtsstrukturen in biblischer Zeit.

 

Sachkompetenz:

Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • deuten prophetische Rede und prophetisches Handeln als Kritik aus der Perspektive der Gerechtigkeit Gottes,

  • vergleichen gegenwärtige Personen und Aktionen mit biblischer Prophetie,

  • beschreiben religiöse Sprach-, Symbol- und Ausdrucksformen und setzen diese in Beziehung zu ihrer eigenen Biographie sowie zu Lebensgeschichten besonderer Menschen.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • überprüfen an Beispielen, inwiefern zeitgenössische Personen in der Tradition biblischer Propheten stehen

  • bewerten ansatzweise individuelle und gesellschaftliche Handlungsweisen vor dem Hintergrund biblischer Maßstäbe.

 


6. Schuljahr 2. Halbjahr

Inhaltsfeld

Religionen und Weltanschauungen im Dialog:

Der Glaube an Gott in den abrahamitischen Religionen und seine Konsequenzen für den Alltag

Wahrnehmungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • identifizieren und unterscheiden Formen und Merkmale des Gottesglaubens in Judentum, Christentum und Islam,

  • benennen Formen der Lebensgestaltung in Judentum, Christentum und Islam als Konsequenz des Glaubens,

  • unterscheiden die Sakramente im evangelischem und katholischen Glauben,

  • erklären die Bedeutung des Apostels Paulus für die Ausbreitung der Kirche,

  • identifizieren und beschreiben religiöse Phänomene und Handlungen anhand von Merkmalen.

 

Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erklären anhand von Erzählungen aus der Abrahamgeschichte gemeinsame Wurzeln von Judentum, Christentum und Islam,

  • erläutern Unterschiede im Verständnis Gottes in Judentum, Christentum und Islam,

  • erklären und vergleichen zentrale Rituale und religiöse Handlungen der abrahamitischen Religionen als Gestaltungen des Glaubens und Lebens,

  • prüfen die Antworten abrahamitischer Religionen auf Fragen heutiger Lebensgestaltung.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • beurteilen die Bedeutung einer religiös bestimmten Lebensführung für Juden, Christen und Muslime,

  • prüfen Positionen und Überzeugungen anderer zu religiösen und ethischen Fragen im Hinblick auf ihre Begründungen und stellen diese dar.

 

Handlungskompetenz Dialogkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • setzen sich mit Vertreterinnen und Vertretern anderer religiöser und nicht-religiöser Überzeugungen sowie deren Argumenten auseinander und entwickeln erste Ansätze für eine Verständigung,

  • begegnen im Dialog den Vorstellungen von Gott, den Ausdrucksformen und Lebensregeln anderer Religionen respektvoll und interessiert

  • ordnen religiöse Ausdrucksformen der jeweiligen Religion zu und beschreiben ihre Funktion für den Glauben,

  • vergleichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in religiösen Praktiken unterschiedlicher Religionsgemeinschaften und stellen diese dar.

 

Handlungskompetenz:

Gestaltungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • gestalten einfache religiöse Handlungen der christlichen Tradition mit bzw. lehnen eine Teilnahme begründet ab,

  • beschreiben die Bedeutung religiöser Ausdrucksformen für den Umgang mit existentiellen Erfahrungen und entwickeln Perspektiven für eine eigene Haltung dazu.

 


Inhaltsfeld

Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur :

Ausdrucksformen von Religion im Lebens- und Jahreslauf

Sachkompetenz:

Wahrnehmungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • identifizieren und unterscheiden innerhalb des Jahreskreises christliche, jüdische und muslimische Feiertage,

  • beschreiben und unterscheiden die jeweiligen Gotteshäuser der abrahamitischen Religionen,

  • identifizieren religiöse Rituale im Lebenslauf eines Christen bzw. einer Christin als Lebensbegleitung und Lebenshilfe und vergleichen sie mit denen anderer Religionen.

 

Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erklären die Herkunft und Bedeutung christlicher, jüdischer und muslimischer Feiertage im Jahreskreis,

  • erklären die unterschiedliche Bedeutung von Einrichtung und Gestaltung der Gotteshäuser in den drei abrahamitischen Religionen,

  • erklären christliche Übergangsrituale als religiös gestalteten Umgang mit bedeutsamen Lebenssituationen und vergleichen sie mit denen anderer Religionen.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • setzen sich mit der Bedeutung von Festen, Feiern und Ritualen für die abrahamitischen Religionen auseinander und formulieren erste Einschätzungen dazu,

  • beurteilen christliche Feste und Rituale bezüglich der Relevanz für ihr eigenes Leben und das von anderen,

  • vergleichen eigene und fremde Erfahrungen mit religiösen und ethischen Fragen miteinander und bewerten diese in elementarer Form.

 

Handlungskompetenz:

Dialogkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • formulieren nachvollziehbare eigene Standpunkte zu religiösen Fragen, Problemen und Auseinandersetzungen als Vorraussetzungen für einen Dialog.

 


7. Schuljahr 1. Halbjahr

Inhaltsfeld

Diakonie – Einsatz für die Würde des Menschen:

Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde

Sachkompetenz: Wahrnehmungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • unterscheiden und beschreiben verschiedene Zielgruppen und Formen diakonischen Handelns,

  • identifizieren diakonisches Handeln als Ausdruck und Gestaltung christlich motivierter Nächstenliebe.

 

Sachkompetenz: Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erläutern, auf welche Weise christlicher Glaube zum Einsatz für andere befreien kann,

  • erläutern den Einsatz für Menschenwürde und Freiheit als Konsequenz der biblischen Rede von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erörtern persönliche und gesellschaftliche Konsequenzen einer am biblischen Freiheits- und Gerechtigkeitsbegriff und an der Wahrung der Menschenwürde orientierten Lebens- und Weltgestaltung.

 

Handlungskompetenz Dialogkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • setzen sich vor dem Hintergrund des christlichen Einsatzes für die Würde des Menschen mit anderen sozial-ethischen Positionen auseinander und leiten daraus Konsequenzen für das eigene Verhalten ab,

  • setzen sich vor dem Hintergrund des jüdisch-christlichen Verständnisses von Menschenwürde und seinem universalen Geltungsanspruch argumentativ mit Vertretern relativistischer ethischer Positionen auseinander und entwickeln dazu eine eigene Position.

 

Dieses Inhaltsfeld sollte die Kompetenzen aus 6. Jahrgangsstufe 1.

Halbjahr Schöpfung aufnehmen.



Inhaltsfeld

Entwicklung einer eigenen religiösen Identität:

Bilder von Männern und Frauen als Identifikationsangebote

Sachkompetenz: Wahrnehmungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • identifizieren die Vielfalt biblischer Bilder von Frauen und Ma?nnern,

  • unterscheiden Bilder von Ma?nnern und Frauen in verschiedenen biblischen Texten und in ihrem eigenen und gesellschaftlichen Umfeld.

 

Sachkompetenz: Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • ordnen unterschiedliche Bilder von Männern und Frauen unterschiedlichen menschlichen Erfahrungen zu und vergleichen sie hinsichtlich ihrer identitätsstiftenden Bedeutung,

  • erklären die Relevanz biblischer Bilder von Menschen für das Selbstverständnis und die Gestaltung von Geschlechterbeziehungen.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • befragen eigene und gesellschaftliche Geschlechterrollenverständnisse und beurteilen sie vor dem Hintergrund biblischer Bilder von Menschen.

 


7. Schuljahr 2. Halbjahr

Inhaltsfeld

Christlicher Glaube als Lebensorientierung:

Der Hoffnungshorizont von Kreuz und Auferweckung Jesu Christi

Sachkompetenz:

Wahrnehmungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • beschreiben historische Hintergründe der Kreuzigung Jesu,

  • unterscheiden historische von bekenntnishafter Rede von der Auferstehung,

  • vergleichen eigene Erfahrungen und Überzeugungen mit den Aussagen des christlichen Glaubens,

  • identifizieren und erläutern Erfahrungen von Endlichkeit, Schuld, Sünde sowie Möglichkeiten der Versöhnung und der Hoffnung auf Vollendung,

  • beschreiben die christlichen Vorstellungen über die individuelle und kollektive Eschatologie.

 

Sachkompetenz:

Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • deuten Abschnitte der Passionsgeschichte als Spiegelung menschlicher Grunderfahrungen,

  • deuten die Rede von der Auferstehung Jesu als Grundlage christlicher Hoffnung,

  • deuten künstlerische Darstellungen von Kreuz und Auferstehung,

  • deuten Gebet und Liturgie als Ausdrücke der Beziehung zwischen Mensch und Gott.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • beurteilen zentrale Aussagen der Osterbotschaft hinsichtlich ihrer Gegenwartsrelevanz,

 

Handlungskompetenz:

Dialogkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • sind in interreligiösen Gesprächen auskunftsfähig bezüglich der Bedeutung von Person und Botschaft Jesu für Christen.

 

Handlungskompetenz:

Gestaltungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • entwickeln probehalber aus dem impulsgebenden Charakter biblischer Texte exemplarische Entwürfe zur Bewältigung gegenwärtiger Lebenswirklichkeit.

 


8. Schuljahr 1. Halbjahr

Inhaltsfeld

Christlicher Glaube als Lebensorientierung:

Die Botschaft Jesu vom Reich Gottes

Wahrnehmungskompetenz: Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • identifizieren Wundererzählungen, Gleichnisse und Passagen der Bergpredigt als Möglichkeiten vom Reich Gottes zu sprechen,

  • erläutern die Bedeutung von Wundererzählungen, Gleichnissen und Passagen der Bergpredigt als Orientierungsangebote für Menschen.

 

Wahrnehmungskompetenz: Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • beschreiben den Gehalt der Wundertaten und Gleichnisse Jesu als Hoffnungsbotschaft,

  • erklären an Beispielen aus der Bergpredigt, wie Jesus an die jüdische Tradition anknüpft und diese weiterentwickelt.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erörtern die Realisierbarkeit ethischer Implikationen der Botschaft Jesu vom Reich Gottes,

  • setzen sich mit der Frage der Umsetzbarkeit ausgewählter Passagen der Bergpredigt in der Gegenwart auseinander,

  • begründen ihre Urteile zu religiösen und ethischen Fragen unter Bezug auf einen bewusst zugrunde gelegten Beurteilungsmaßstab.

 

Handlungskompetenz:

Dialogkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • sind in interreligiösen Gesprächen auskunftsfähig bezüglich der Bedeutung von Person und Botschaft Jesu für Christen,

  • erörtern christliche Orientierungen für die Lebensgestaltung und verständigen sich mit anderen über deren Tragfähigkeit.

 

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • beschreiben grundlegende Formen der Auslegung biblischer Texte, insbesondere den historisch-kritischen Zugang (darin: Evangelienentstehung),

  • beschreiben und erläutern religiöse Sprache in ihrer formalen und inhaltlichen Eigenart unter besonderer Berücksichtigung metaphorischer Rede,

  • gewinnen methodisch geleitet Zugänge zu biblischen Texten.



Inhaltsfeld

Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde:

Verantwortung für eine andere Gerechtigkeit in der Einen Welt

Wahrnehmungskompetenz: Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • beschreiben Beispiele für Ungerechtigkeit im Horizont der Einen Welt,

  • benennen Möglichkeiten des Einsatzes für weltweite Gerechtigkeit,

  • erläutern die Tradition des Einsatzes für Gerechtigkeit vom Exodus als Befreiung her.

 

Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erläutern den Einsatz für Menschenwürde und Freiheit als Konsequenz der biblischen Rede von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen,

  • erklären den Einsatz für die gerechte Gestaltung der Lebensverhältnisse aller Menschen als Konsequenz des biblischen Verständnisses von Gerechtigkeit,

  • erklären die biblische Tradition mithilfe der ihnen bekannten prophetischen Kritik an Ungerechtigkeit.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erörtern persönliche und gesellschaftliche Konsequenzen einer am biblischen Freiheits- und Gerechtigkeitsbegriff und an der Wahrung der Menschenwürde orientierten Lebens- und Weltgestaltung,

  • beurteilen gesellschaftliches Engagement ausgewählter Gruppen bzw. Projekte am Maßstab des biblischen Gerechtigkeitsbegriffs.

 

Handlungskompetenz:

Dialogkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • setzen sich vor dem Hintergrund des christlichen Einsatzes für die Würde des Menschen mit anderen sozial-ethischen Positionen auseinander und leiten daraus Konsequenzen für das eigene Verhalten ab,

 
  • setzen sich vor dem Hintergrund des jüdisch-christlichen Verständnisses von Menschenwürde und seinem universalen Geltungsanspruch argumentativ mit Vertretern relativistischer ethischer Positionen auseinander und entwickeln dazu eine eigene Position.

 

Handlungskompetenz:

Gestaltungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • prüfen Formen, Motive und Ziele von Aktionen zur Wahrung der Menschenwürde und weltweiter Gerechtigkeit aus christlicher Motivation und entwickeln eine eigene Haltung dazu,

  • gestalten komplexe religiöse Handlungen der christlichen Tradition vor dem Hintergrund der eigenen religiösen Sozialisation mit bzw. lehnen die Teilnahme begründet ab und reflektieren die dabei gemachten Erfahrungen.

 

8. Schuljahr 2. Halbjahr

Inhaltsfeld

Entwicklung einer eigenen religiösen Identität:

Reformatorische Grundeinsichten als Grundlage der Lebensgestaltung

Sachkompetenz:

Wahrnehmungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • benennen die bedingungslose Annahme des Menschen durch Gott als Grundlage evangelischen Glaubens und einer entsprechenden Lebensgestaltung,

  • beschreiben beispielhaft lebenspraktische Konsequenzen, die sich für evangelische Christen in Geschichte und Gegenwart aus reformatorischen Einsichten ergaben bzw. ergeben.

 

Sachkompetenz:

Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • arbeiten Ausgangspunkt und Zielrichtungen der Einsichten Luthers als Hintergrund heutigen evangelischen Glaubensverständnisses heraus,

  • erläutern die reformatorische Zuordnung von Freiheit und Verantwortung des einzelnen vor Gott als Grundlage heutiger evangelischer Lebensgestaltung,

  • erläutern das evangelische Verständnis des Christentums und setzen es zu eigenen Überzeugungen in Beziehung,

  • deuten Kirchenräume als Symbolräume.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • analysieren und bewerten lebensfeindliche religiöse und säkulare Menschenbilder,

  • unterscheiden und bewerten verschiedene Verständnisse vom Menschen,

  • beurteilen die Relevanz reformatorischer Einsichten für christlichen Glauben und die Sicht auf das Leben und die Menschen heute.

 

Handlungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • nehmen auf der Grundlage biblischer Bilder vom Menschen Stellung zu anderen religiösen und säkularen Menschenbildern.

 



Inhaltsfeld

Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft:

Kirche und religiöse Gemeinschaften im Wandel

Sachkompetenz:

Wahrnehmungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • unterscheiden Kirchen und andere religiöse Gemeinschaften hinsichtlich Gestalt, Funktion und religiöser Praxis vor dem Hintergrund ihres jeweiligen zeitgeschichtlichen Kontextes,

  • beschreiben an Bespielen grundlegende Aspekte der Beziehung von Kirche zu Staat und Gesellschaft im Verlauf der Geschichte und in der Gegenwart.

 

Sachkompetenz:

Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erläutern Organisationsformen von Kirche in Geschichte und Gegenwart und erklären das jeweils damit verbundene Selbstverständnis von Kirche,

  • erklären die Grundzüge der Reformation und das sich daraus entwickelnde Selbstverständnis der evangelischen Kirche,

  • erkennen fundamentalistische Argumentationsformen.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • prüfen verschiedene Erscheinungsformen von Kirche am Maßstab ihrer biblischen Begründung und des reformatorischen Anspruchs („ecclesia semper reformanda“),

  • beurteilen die Praxis religiöser und säkularer Gemeinschaften hinsichtlich ihres Beitrags für gelingendes Leben,

  • beurteilen Fundamentalismen vor dem Hintergrund der Unterscheidung von guter und schlechter Religion,

  • differenzieren zwischen lebensförderlichen und lebensfeindlichen Elementen der Religion in Kultur und Gesellschaft,

  • beurteilen die gesellschaftliche Bedeutung religiöser Überzeugungen und religiöser Institutionen.

 

Handlungskompetenz:

Dialogkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • begegnen anderen religiösen bzw. weltanschaulichen Vorstellungen, Positionen und Handlungen respektvoll und interessiert,

  • setzen sich mit Argumenten für und gegen die Zugehörigkeit zu einer religiösen Gemeinschaft im Diskurs mit anderen auseinander.

 

9. Schuljahr 1. Halbjahr

Inhaltsfeld

Religionen und Weltanschauungen im Dialog: Weltbilder und Lebensregeln in Religionen und Weltanschauungen

Sachkompetenz:

Wahrnehmungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • beschreiben zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Selbst- und Weltverständnisses der großen Weltreligionen und ihre Konsequenzen für die Lebensgestaltung,

  • beschreiben biblische Gottesbilder,

  • unterscheiden religiöse Weltanschauung von anderen Weltsichten, Wahrheits- und Wirklichkeitskonzepten,

  • beschreiben, in welcher Weise die Auseinandersetzung mit religiösen Fragen das eigene Selbst- und Weltverständnis erweitern kann,

  • ordnen komplexe religiöse Redeweise, Gestaltungsformen und Zusammenhänge in ihren religiös-kulturellen Zusammenhang ein.

 

Sachkompetenz:

Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erläutern Zusammenhänge zwischen der Frage nach Sinn und Selbstverständnis des Menschen und religiösen bzw. säkularen Weltanschauungen,

  • erläutern unterschiedliche Vorstellungen von Welt und Wirklichkeit in Religionen und Weltanschauungen,

  • erläutern Fragen nach Grund, Sinn und Ziel der Welt, des Menschen und der eigenen Existenz und ordnen unterschiedliche Antwortversuche ihren religiösen bzw. ihren nicht-religiösen Kontexten zu,

  • ordnen religiöse Phänomene, Deutungen und Handlungen ihrem jeweiligen historischen, sozialgeschichtlichen und wirkungsgeschichtlichen Kontexten zu,

  • erläutern anhand der unterschiedlichen Schöpfungsmythen der Weltreligionen die zugehörigen Welt- und Menschenbilder.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • beurteilen die Konsequenzen ethischer Leitlinien und religiöser Vorschriften für die Lebensgestaltung.

 

Handlungskompetenz:

Dialogkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • treten vor dem Hintergrund religiöser Pluralität für eine wechselseitige Verständigung von Religionen ein,

  • vertreten gegenüber anderen religiösen und weltanschaulichen Vorstellungen einen eigenen Standpunkt und grenzen eigene Überzeugungen von denen anderer ab,

  • kommunizieren respektvoll mit Angehörigen anderer Religionen und Weltanschauungen,

  • respektieren im Umgang mit Angehörigen anderer Religionen und Weltanschauungen Unterschiede sowie Grenzen der Kooperation.

 

Handlungskompetenz:

Gestaltungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • gestalten Exkursionen zu Orten, die mit religiösen Traditionen verbunden sind, konstruktiv mit,

  • nehmen probeweise die Perspektive einer anderen Religion ein und gewinnen durch diesen Perspektivwechsel ein vertieftes Verständnis der religiösen Praxis anderer Religionen sowie der eigenen.

 

Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erschließen methodisch geleitet verbale (unter anderem Gebete, Bekenntnisse und Glaubensformeln) und nicht verbale (u.a. Rituale, Gebräuche, Bauwerke, Bilder) religiöse Zeugnisse.

 


9. Schuljahr 2. Halbjahr

Inhaltsfeld

Religiöse Phänomene in Alltag und Kultur

Religiöse Prägungen in Kultur, Gesellschaft und Staat

Wahrnehmungskompetenz: Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • identifizieren religiöse Symbole in Kultur und Gesellschaft,

  • beschreiben Formen der wechselseitigen Beeinflussung von Religion und Religionsgemeinschaften auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Geschichte und Gegenwart.

 

Wahrnehmungskompetenz: Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • untersuchen und interpretieren die Verwendung religiöser Symbole in neuen Zusammenhängen,

  • unterscheiden Möglichkeiten legitimer und manipulativer Verwendung religiöser Symbole und Rituale,

  • erklären, warum sich Christen gegen Unrecht politisch engagieren und ggf. auch Widerstand leisten.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • beurteilen die wechselseitigen Einflüsse von Religion und Gesellschaft, Kultur, Staat und Wirtschaft,

  • erörtern vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus Recht und Pflicht der Christen, totalitären Strukturen in Staat und Gesellschaft Widerstand entgegenzusetzen,

  • beurteilen die wechselseitigen Einflüsse von Religion und Gesellschaft, Kultur, Staat und Wirtschaft,

  • beurteilen die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ von Papst Pius XI als eine Reaktion der römisch-katholischen Kirche auf den Nationalsozialismus und vergleichen sie mit anderen Reaktionen.

 



Inhaltsfeld

Religionen und Weltanschauungen im Dialog:

Auseinandersetzung mit Gott zwischen Bekenntnis, Indifferenz und Bestreitung

Wahrnehmungskompetenz: Sachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • unterscheiden Aussagen über Gott von Bekenntnissen des Glaubens an Gott,

  • identifizieren die kritische Überprüfung von Gottesvorstellungen als Möglichkeit zur Korrektur und Vergewisserung von Glaubensüberzeugungen,

  • identifizieren verschiedene Formen der Bestreitung oder Infragestellung Gottes sowie seiner Funktionalisierung.

 

Wahrnehmungskompetenz:

Deutungskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erläutern unterschiedliche Argumente der Bestreitung oder Infragestellung Gottes bzw. der Indifferenz,

  • untersuchen Argumente für die Bedeutung des Glaubens an Gott und stellen diese dar,

  • erklären die Bedeutung der Rede von der Unverfügbarkeit Gottes als Widerspruch gegenüber jeglicher Funktionalisierung für menschliche Zwecke, Wünsche und Interessen,

  • erläutern Zusammenhänge zwischen der Frage nach Sinn und Selbstverständnis des Menschen und religiösen bzw. säkularen Weltanschauungen,

  • erläutern den besonderen Wahrheits- und Wirklichkeitsanspruch religiös begründeter Ausdrucks- und Lebensformen und deren lebenspraktische und gesellschaftliche Konsequenzen.

 

Urteilskompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

  • erörtern und beurteilen Argumente für und gegen den Glauben an Gott,

  • bewerten die Überzeugungskraft der biblisch-theologischen Rede von der Unverfügbarkeit Gottes,

  • beurteilen die Konsequenzen unterschiedlicher Weltdeutungen und Menschenbilder für die Lebensgestaltung und ihren Beitrags für gelingendes Leben,

  • setzen sich mit der Berechtigung von Glauben und Religiosität auseinander und beurteilen Kritik an Religion.