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Exkursion-Leipzig: „Ein FAUSTastisches Wochenende“

Nach einer ausführlichen Auseinandersetzung mit dem allseits bekannten Drama „Faust“ von Johann Wolfgang von Goethe hatten die beiden engagierten Deutsch-Leistungskurse der Q2 beschlossen, das Leipziger Schauspielhaus zu besuchen, um sich von einer Theaterinszenierung des besagten Dramas inspirieren zu lassen.

Es war Freitag, der 02. November 2018. Geleitet von unseren motivierten Lehrerinnen, Frau Paul und Frau Schnoor, standen wir, die SchülerInnen der Q2 Deutsch-Leistungskurse, in den Startlöchern. Nachdem die Tickets für das Theater ausgeteilt, der Bus beladen und die Letzten von der Toilette angelaufen gekommen waren, konnte es pünktlich um 08:30 Uhr losgehen.

Trotz des zunächst noch trüben Wetters und früher Uhrzeit waren die viereinhalb Stunden Busfahrt überraschend lebendig. Auch unserem lieben Busfahrer Olaf wurde bei der Fahrt nicht langweilig, bereits auf dem Weg informierte er uns in seiner gut gelaunten und kommunikativen Art über Sehenswürdigkeiten.

Begrüßt wurden wir bereits bei der Ankunft gegen 14 Uhr von einem „Zuhause in Leipzig“-Schriftzug, welcher sich auf dem LWB-Gebäude bemerkbar machte. Schnell schnappten wir uns unsere Sachen und betraten unser Hostel, welches praktischerweise nur einen kurzen Fußmarsch von dem Hauptbahnhof und der Innenstadt entfernt war.

Dort wurden wir erst mal freudig überrascht. Es waren schöne, saubere Zimmer mit genügend Platz, aber besonders ansprechend waren dann doch die jeweils zwei Bäder pro Zimmer. So richteten wir uns ein, bevor einige von uns das erste Mal die Stadt erkundeten und auch schon mit mehreren Errungenschaften zurück kamen.

„Wohin soll es nun gehen?/Wohin es dir gefällt.“

Gegen 17:30 Uhr starteten wir, hübsch herausgeputzt, in einer etwas kleineren Gruppe einen Trip mit dem Ziel „Auerbachs Keller“, welches ebenfalls das erste Reiseziel der Protagonisten aus dem Werk „Faust I“ kennzeichnet. Nur mit einer Karte bewaffnet, führten uns unsere beiden Lehrerinnen durch die belebten Gassen Leipzigs und tatsächlich kamen wir unversehrt an. Nachdem die freundliche Bedienung uns zu den Plätzen geführt hatte, wurde erst mal gestaunt. Überall hingen Bilder aus dem berühmten Werk und erzählten die Geschichte.

Nachdem alle das Essen genossen hatten und gesättigt waren, konnte es weiter gehen. Wir trafen uns um 19:15 Uhr mit den restlichen Mitgliedern unserer Deutsch-Truppe vor dem Schauspielhaus, in welchem uns das Theaterstück erwartete. Nun lösten wir unsere Tickets ein, setzten uns neugierig auf unsere Plätze und wurden Teil einer faszinierenden Darstellung Fausts. Unter der Regie von Enrico Lübbe wurde das Stück auf eine ganz besondere Art und Weise inszeniert. Zum Teil kombinierte er „Faust I“ mit Teilen aus „Faust II“. Er reduzierte das eigentliche Drama auf die seiner Meinung nach wichtigsten Passagen und brachte eine völlig neue Gestaltung und Nutzung der Sprache mit ein, wobei die ganze Inszenierung von einem Chor unterstützt wurde. Bewundernswert war ebenfalls die runde Bühne, welche in Schräglage gestellt war und sich zu gewissen Zeitpunkten drehte. Dadurch wurde das Motiv der ewigen Suche (ein wichtiger Aspekt in „Faust“) sehr schön verdeutlicht. Auch der Punkt, dass fast jede Figur von jedem gespielt wurde, gab uns auch nach der Vorstellung noch Anreiz für eine ausgiebige Diskussion. Zwar waren wir anfangs etwas verwirrt, erkannten aber schnell, dass diese Inszenierung extrem viele Interpretationsmöglichkeiten bot, welche wir im danach Unterricht unter die Lupe nahmen.

Am nächsten Morgen, Samstag, den 03. November 2018, standen wir alle wieder in alter Frische auf und packten unsere Sachen zusammen. Der nächste Gedanke, Frühstück! Also suchten wir den Speisesaal auf. Danach nahmen einige SchülerInnen an einer Besichtigung des Völkerschlachtdenkmals teil und konnten anschließend noch in die Stadt gehen, die anderen waren doch eher direkt fürs Shopping zu begeistern.

Um 15:00 Uhr hieß es dann leider Abschied nehmen. Langsam trudelten wir alle ein und die Rückfahrt konnte nach einem gemeinsamen Gruppenfoto starten.

Insgesamt war es wirklich schön. Eine tolle Erfahrung!

Nastassja Sieweke