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Prof. Dr. Hurrelmann besucht das Stadtgymnasium

Was machen zwei Schülerinnen der Q2, die im EW-Grundkurs bei Frau Thiemann ein Referat über Hurrelmanns Modell der produktiven Realitätsverarbeitung halten sollen? Sie schreiben den 1944 geborenen Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswissenschaftler einfach an und laden ihn herzlich in die Aula des Stadtgymnasiums Detmold ein. Wie reagiert ein vielbeschäftigter und allen Leuten in sozialen, pädagogischen oder psychologischen Berufen bekannter Professor? Er sagt einfach zu – und das nach eigener Aussage auch noch sehr gerne!

So besuchte Klaus Hurrelmann am 20.Februar alle EW-Kurse der Q1 und Q2 sowie interessierte Lehrer und Eltern und diskutierte mit ihnen über populäre Themen wie Digitalisierung an Schulen, junge Migranten, politische Beteiligung der Jugend und nicht zuletzt über die von ihm aufgestellten Maximen zum Jugendalter, welche die SchülerInnen der Erziehungswissenschaften seit Jahren begleiten und in keinem Abitur fehlen. Die Schülerinnen Leonie Budde und Jana Hartmann waren es, die Klaus Hurrelmann eingeladen haben und nun auch das Interview mit ihm führten. Hierzu hatten sie Umfragen unter Schülern und Lehrern gemacht, diese ausgewertet und aus den Ergebnissen Fragen für ihr Interview konzipiert, deren Beantwortung durch den Soziologen erfolgreich gelang.

Hierbei wurden die beiden Interviewerinnen von Stella Büker und Sophie Gurcke unterstützt. Aber auch das Publikum hatte viele Beiträge, die mit allen geteilt werden konnten und zu denen Klaus Hurrelmann Stellung bezog: So äußerte er sich äußerst positiv gegenüber dem technischen Fortschritt, hält Medientabuisierung für eine ganz schlechte Unterrichtspraxis und spricht sich stattdessen für ein neues Unterrichtsfach „Medienkunde“ aus, in dem die Schüler schon früh an einen reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit Medien herangeführt werden können. Auch sonst gab sich Hurrelmann schülernah und fordert eine Neukonzipierung des Schulsystems, was in seinen Augen einfach veraltet sei. Ebenso charakterisierte er die verschiedenen Generationen, wobei der Fokus der aktuellen Schülergeneration ganz klar auf der Beseitigung der Folgen des Klimawandels liege. Hierbei hält er es für wichtig, auf die Straße zu gehen und unterstützt Aktionen wie die von Greta Thunberg „Friday's for future“, solange die Schüler auch bereit seien, sich den Konsequenzen der unentschuldigten Fehlstunden zu stellen.

Wir danken auch der Technik durch Jamie Erdmann und Jannik Erdelt, die durch ihre Beleuchtung eine Atmosphäre kreierten, die die Veranstaltung so wirken ließen, wie sie im Ursprung gedacht war: Ein schönes, effektives und bereicherndes Gespräch zwischen EW-Schülern und einem sehr aufgeschlossenen Professor, der seine Thesen sehr fortschrittlich erläuterte.