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Nationale Auswahlsitzung des Europäischen Jugendparlaments 2020 – ganz anders, aber genauso schön!

Auch dieses Jahr haben fünf Schülerinnen der Q1 des Stadtgymnasiums am Europäischen Jugendparlament teilgenommen. Nachdem die regionale Auswahlsitzung im Frühjahr wegen der Coronapandemie nicht stattfinden konnte, qualifizierten sich die Teilnehmerinnen trotzdem für die folgende nationale Auswahlsitzung, indem sie während des ersten Lockdowns Redeentwürfe verfassten und einreichten. So durften sie vom 31. Oktober bis zum 5. November an der ersten digital durchgeführten Sitzung des Europäischen Jugendparlaments teilnehmen.

Jugendlichen aus ganz Europa trafen sich eine Woche lang online, via Discord und Zoom, und diskutierten über die Klimapolitik und ihre Ziele. Das Oberthema wurde zunächst in kleineren Gruppen (Komitees) behandelt, die sich auf verschiedene Schwerpunkte konzentrierten (z.B. Kultur, Landwirtschaft, ...).

Jedes Komitee stellte dann in der sogenannten General Assembly – der Hauptversammlung, die an den letzten zwei Tagen der Auswahlsitzung stattfand – einen Beschluss (Resolution) vor, welcher die Probleme des Oberthemas lösen sollte. Diese Beschlüsse wurden von den anderen Komitees hinterfragt und diskutiert sowie abschließend vom Jugendparlament in einer Abstimmung aller Teilnehmer:innen befürwortet oder abgelehnt.

Auf diese Weise simulierten die Jugendlichen die vielfältige und spannende Arbeit des Europäischen Parlaments. Die Q1-Schülerinnen hatten großen Spaß daran, sich mit Menschen aus ganz Europa über Themen zu unterhalten, die auch im echten Parlament besprochen werden, und entsprechende Lösungen zu entwickeln.

Selbstverständlich wurden die ganzen Sitzungen auf Englisch geführt und boten somit zusätzlich eine hervorragende Chance seine Englischkenntnisse auch praktisch anzuwenden. Die Empfehlung der Schülerinnen lautet ganz klar: Wenn du viel Freude an Politik hast und dazu noch gerne neue internationale Kontakte knüpfst, ist EYP genau das Richtige für dich!

Persönliche Eindrücke der Teilnehmerinnen:

Durch EYP habe ich kennengelernt, wie spannend (aber auch kreativ) Politik sein kann und dass es niemals schon eine perfekte Lösung gibt. Man sucht nicht nach Lösungen, die es schon längst gibt, sondern behandelt Probleme, die im Moment auch im ‘echten Parlament’ besprochen werden. Es ist die perfekte Gelegenheit, um über Dinge nachzudenken, die ich im alltäglichen Leben als selbstverständlich genommen habe oder die mir gar nicht bewusst waren.

Linea Kelm, Q1

Was ich persönlich toll und besonders fand, war, dass die Leute, die ich bei EYP kennengelernt habe, die gleiche Grundeinstellung zu Politik und der EU hatten wie ich – endlich mal Leute, die auch über Politik reden wollen (; Erst habe ich mir Sorgen gemacht, dass mein Englisch nicht gut genug ist, aber letztlich war das ständige Kommunizieren auf Englisch gar kein Problem, da alle Verständnis hatten, falls man mal ein Wort nicht wusste oder so. So kann ich nur empfehlen, selbst ein Teil dieser bewundernswerten Institution zu werden.

Paula Niewald, Q1

Für mich war EYP eine tolle Möglichkeit, Menschen und ihre Meinungen aus ganz Europa kennenzulernen. Man hat durch das viele Diskutieren und Besprechen gelernt, wie wichtig der Austausch untereinander ist!

Antonia Goppelt, Q1

Das Beste für mich an EYP ist wahrscheinlich das Gefühl der Vollendung. Nachdem man Stunden am Rausschreiben der Probleme gesessen hat, war es ein tolles Gefühl, durch Lösungen oder auch Lösungsansätze die Probleme zu beseitigen. Natürlich ist dann noch großartig, wenn die Resolution vom Team für gut befunden wird.

Kaja Hamaus, Q1

Was ich so faszinierend an EYP fand, war hauptsächlich das Kennenlernen neuer Leute aus Deutschland und ganz Europa. Ich war überrascht, dass das allein über Zoom so gut möglich ist. Es hat einfach viel Spaß gemacht, mit diesen Leuten, denen man zum ersten Mal in seinem Leben online begegnet, über wichtige politische Themen zu reden und am Ende eine wirklich gute Resolution zu entwickeln, mit der wir alle glücklich sind.

Frieda Niewald, Q1