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„Alt sein heißt nicht stumm sein!“ – Ein Interview mit „Omas gegen Rechts“

Am Rande der letzten Demonstration von „Fridays for future“ lernte ich, Lilyan aus der 8c, Brigitte van Ahee, Gründerin von „Omas gegen Rechts“ in Detmold, kennen. Natürlich ist es uns als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ein Anliegen, mehr über die Initiative „Omas gegen Rechts“ zu erfahren. Also luden wir zwei Omas zu uns an die Schule ein. Am 11.01.2022 besuchten uns dann Brigitte van Ahee und Carmen Hennigson am Stadtgymnasium. Sie teilten ihre Erfahrungen und Eindrücke hinsichtlich „Oma gegen Rechts“ mit uns. Beide Frauen waren schon oft Zeugen von Diskriminierung im Alltag. Rechte Kommentare und unnötige Bemerkungen würden die Stimmung zerstören und dazu führen, dass sich einzelne Personen nicht mehr sicher und stattdessen ausgegrenzt fühlen. Um ein Zeichen zu setzen, bestellte Frau van Ahee einen „Omas gegen Rechts“-Button und trug diesen an ihrer Kleidung. Daraufhin wurde sie in der Stadt oftmals darauf angesprochen. Unter anderem wurde auch Frau Hennigson darauf aufmerksam. Sie kannte die Bewegung, die ursprünglich aus Österreich kommt, schon zuvor und so kam es, dass sich die beiden mit weiteren Frauen in Cafés trafen, um sich über ihre Erfahrungen sowie Wünsche auszutauschen und um zu überlegen, wie sie hier in Detmold mitwirken können. Die anfangs kleine Gruppe fing an auf Demos zu gehen und unterstützte 2019 auch den Flashmob für Seenotrettung. Es wurden immer mehr „Ü50-Frauen“ auf die Gruppe aufmerksam, die sich anschließen wollten. Durch den Zuwachs konnten sie in Zeitungen und dem WDR über sich berichten.

Mittlerweile handelt es sich um eine Gruppe von 4050 Frauen, die sich in verschiedenen Räumlichkeiten treffen und miteinander vernetzt sind. Frau van Ahee betonte jedoch mehrmals, dass es sich nicht um einen Verein handelt, sondern um eine Gruppe von Frauen, die ihre und die Zukunft ihrer Enkelkinder sicherer und toleranter gestalten möchten. „Die Omas“ geben ihre Treffpunkte nicht öffentlich bekannt und schützen sich generell vor rechtem Hass. Trotzdem schrecken sie nicht davor zurück, der Gruppe Gesichter zu geben, um zu zeigen, dass sie zu ihrer Meinung stehen. Mit dem Projekt „ Wir-zeigen-Gesicht“ anlässlich der Bundestagswahl im Herbst ließen sich viele Frauen fotografieren und hingen Collagen ihrer Gesichter mit der Beschriftung „ Wir zeigen Gesicht“ auf, um zum Wählen zu motivieren

Die Gruppe von Frauen ist sich bewusst, dass das Bild einer Oma als öffentlich politische Macht nicht in unserem Bewusstsein gespeichert ist. Gerade deshalb möchten sie dies ändern, indem sie nicht als einzelne Besonderheiten, sondern als auffallende Gruppe in die Öffentlichkeit treten. In ihrer Außendarstellung spielen sie auch gerne mit den Vorurteilen, dass Omas nur zum Kochen und Stricken da sind. So verteilen sie manchmal auf Demos an ihren Ständen selbstgebackene Kekse und Blumen. Highlights sind das positive Feedback an den Ständen in der Öffentlichkeit oder auch online sowie die Aufmerksamkeit der Presse.

„Omas gegen Rechts“ setzt sich für eine demokratische, rechtsstaatliche, organisierte und freie Gesellschaft ein. Sie sind gegen faschistische Tendenzen, Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen, alten Menschen und Ausländern, Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Sozialabbau und jegliche Form von Diskriminierung. Die Gruppe unterstützt zudem Fortbildungen über Diskriminierung im Alltag für Schülerinnen und Schüler.

Wir als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ haben uns sehr gefreut, mit den zwei Frauen von „Omas gegen Rechts“ zu sprechen. Ein herzliches Dankeschön an Brigitte van Ahee und .Carmen Hennigson für den Besuch.

Schülerreporterinnen: Lilyan Abbas (8) und Line Wöstenfeld (EF)

Hier gelangen Sie zu einem älteren Interview aus Herbst 2021.